Welttag des Buches: Gewinnertexte

Auch in diesem Jahr haben bei unserer Aktion zum Welttag des Buches wieder viele begeisterte Leser und Schreiberlinge mitgemacht. Die Aufgabe war es, eine Geschichte zu schreiben, die folgende Worte beeinhalten sollte:
Fantasie, Schnabeltier, Superkräfte, Feuerstern, Angsthase, Muffelhöhle, Vampirfledermaus, Kokosnuss, Lasso und Heckenrosenweg
Hier sehen Sie,was die diesjährigen Gewinner daraus gemacht haben:

Lariza Gruner
An einem schönen Tag im Sommerlebte ein Schnabeltier namens Mika. Er hatte eine Freundin, die hieß Lulu und war eine Vampirfledermaus.
Die Beiden lagen zusammen auf der Blumenwiese am Heckenrosenweg, da kam Angsthase und sagte: „Hallo ihr Beiden, lasst uns zur Muffelhöhle gehen!“
„Aber du weißt doch, das ist jetzt das Zuhasuse von dem Feuerstern“, sagte Mika.
„Ich habe eine Idee: Wir können ja mal einen kleinen Blick auf den Feuerstern werfen“, flüsterte Lulu.
Angsthase sagte: „Ich würde gerne mal wissen, wie er aussieht, würdet ihr das auch gerne sehen?“
„Ja, dann los geht’s“, sagte Mika. Dann gingen sie los. Nach drei Stunden und dreizehn Minuten kamen sie an. Vor der höhle standen Soldaten, die den Feuerstern bewachten, denn der Feuerstern war nicht lebendig, aber hatte Superkräfte.
„Ich habe eine Idee: Lulu, du gehst zu den Soldaten, lenkst sie ab, wir beide gehen rein und öffnen den Geheimgang, okay?“, sagte Mika.
„Okay“, sagten Lulu und Angsthase wie aus einem Mund. Lulu ging zu den Soldaten und fragte: „Hallo, mögen Sie… ähm… Fantasie oder Fantasiegeschichten?“
In der Zeit schlichen sich Mika und Angsthase an Lulu und den Soldaten vorbei und öffneten die geheimtür. Den Geheimgang hatten sie früher beim Spielen in der Höhle gefunden. Lulu kam und ging rein.
„Achtung, da liegt ein Lasso“, sagte Angsthase. Dann blendete es sehr hell in den Augen: Es war der Feuerstern. Er war klein, aber sehr hell und gelb bis orange.
Am Ende gingen sie durch den Geheimgang nach Hause.

Dana Kahl
Hilfe Fremder!
Wenn du diese Zeilen liest, könnte es bereits zu spät sein. Also zögere nicht und mach dich sofort auf zum Heckenrosenweg 10a!
Sie haben mich mit einer Kokosnuss benommen geschlagen und mich anschließend mit einem Lasso gefangen. Oh… wie peinlich mir das doch ist. Bitte helft mir. Ich sitze in einem Keller fest, eien wahre Muffelhöhle.
Um euch die Sache etwas schmackhafter zu machen, verspreche ich euch großzügig zu belohnen. Nur bitte helft mir, die Lage ist wirklich ernst!
Die Vampirfledermäuse haben mir den Feuerstern abgenommen und wenn mich die Angsthasen weiterhin so erschrecken, plappere ich wo möglich noch aus, wie man ihn nutzt. Dann würden die Superkräfte in die falschen Hände geraten und es würde etwas Schreckliches passieren!
Das mag für euch wie ein schlechter Fantasie-Witz klingen, doch ich schwöre, das ist es nicht!
Ich bin das Schnabeltier im Käfig.
Ihr Menschen neigt ja oft dazu, mich zu übersehen…
Ich zähle auf euch!
Euer Prinz Quatré IV

Simon Anhalt
„Den Heckenrosenweg kennt keiner von uns Menschen außer mir.“
„Und du bist auch wirklich Firestarman?“
„Ja Kleiner, der bin ich. Glaubst du mir etwa nicht?“
„Doch ich glaube dir, Firestarman. Kannst du mir die Geschichte erzählen?“
„In Ordung Kleiner, das mache ich. Hör gut zu und setze dich auf einen Stuhl.“
„Gut du kannst anfangen.“
„Alles begann in der Schule. In der letzten Stunde hatte ich HSU und und wir haben ein neues Thema angefangen. ‘Das Schnabeltier’. Als es geklingelt hatte, sagten alle, ich wäre einAngsthase, weil ich mich nicht getraut hatte, das ausgestopfte Schnabeltier anzufassen. Mein Freund war krank, also musste ich alleine nach Hause gehen.Doch auf dem Weg kam auf einmal ein Schnabeltierweibchen und sagte: ‘Hilf mir, kleiner Junge, meine Eier wurden geklaut!’ Als erstes war ich ein bisschen ratlos, doch dann ging ich aber doch mit. Als wir am Strand waren, sagte das Schnabeltierweibchen: ‘Nenn mich Joi, so nennen mich alle, denn ich heiße Joel. Iss die drei Algen dort, die verwandeln dich in ein Schnabeltier!’ ‘Das schmeckt ja eklig’, sagte ich, aber es funktionierte.Also schwammen wir los. Wir fanden das Versteck, aber es wargut bewacht und die Wirkung der Zauberalgen ließ nach. Also schwamm ich wieder zum Strand. Das Schnabeltier sagte: ‘Es gibt einen Weg hier, den nur ich finden kann, den Heckenrosenweg!’ Sie schickte mich, ihn zu suchen. Als ich ihn fand, stand ein Kokosnussbaum mitten auf der Straße, an dem nur zwei Kokosnüsse dran waren. Dann überlegte ich ganz doll und habe ein Lasso geholt und dreimal versucht, die rechte Kokosnuss runterzuholen. Danach habe ich mich einmal umgesehen und eine Höhle gefunden. Diese Höhle hatso gemuffelt, dass ich sie Muffelhöhle nannte. Als ich hinein ging, fand ich eine Vampirfledermaus, die sagte: ‘Nihimm die Lihinke!’ Also ging ich wieder hinaus und holte mir die linke Kokosnuss. In der Kokosnuss war ein Feuerstern und als ich ihn berührte, wurden meine Sachen weiß und es sah so aus, als würden sie brennen. Ich hatte plötzlich Superkräfte. Ich dachte, ich lasse meiner Fantasie freien Lauf, ich kniff mich, aber nichts passierte. Es war echt.ich gab mir den Namen Firestarman. Ich konnte fliegen und brennende Holzsterne werfen. Ich war jetzt der Superheld von ganz Deutschland.“

J. Kopf
Das Nichts stand an den Ufern der Unendlichkeit und ließ seinen Blick über die Wogen der Realität schweifen. Universen tanzten wie Wasserbälle auf dunklen Wellen, die von Schaumkronen aus verronnener Zeit gekrönt waren.
Mit einem bloßen Fingerschnippen schuf Es ein Schnabeltier, welches vor Schreck, so plötzlich zu existieren, ein Ei legte. Eine Weile betrachtete das Nichts das ovale Ding, dann warf Es das Ei in die Fluten vor sich.Gleich einem Feuerstern zerbarst das Ei und gebar ein weiteres Universum, das seinen Platz unter den anderen einnahm.
Tauchen wir nun ein in dieses neugeborene Universum, so fällt unser Blick sogleich auf eine kleine, noch junge Welt. Einige würden sagen, sie hätte die Form einer Kokosnuss, andere wiederum meinten, sie ähnele mehr einer Melone. Ein jeder Bewohner dieser Welt ist ein ausgemachter Angsthase und so verwundert es nicht, dass sie unzählige Schutzgottheiten ersonnen haben. Ihre Fantasie scheint dabei keine Grenzen zu kennen und so gibt es selbst eine Göttin zum Schutz vor Kopfschuppen, Pitysica lautet ihr Name und sie erfreut sich großer Beliebtheit.
Folgen wir nun einem schön gepflasterten Weg, der uns vorbei an den unzähligen Tempeln dieser Welt führt, so gelangen wir schließlich an einen reich geschmückten Heckenrosenweg, dessen Pracht überall gerühmt wird. Dieser führt uns zum größten und schönsten aller Tempel, den die Einwohner liebevoll die Muffelhöhle nennen. Er ist ihrer größten Göttin geweiht, die Mut und Stärke verkörpert und die Gestalt einer Vampirfledermaus hat. Ihre riesige goldene Statue hängt von der reich verzierten Decke des Tempels herab. Viele rühmen sich damit, dass sie des nachts von der Göttin besucht wurden und zeigen zum Beweis Bisswunden vor, die aber meist von der dort heimischen zweirüsseligen Löwenmücke stammen. (Und gegen die es im Übrigen auch eine Schutzgottheit gibt.)
Einmal im Jahr wird zu Ehren dieser höchsten aller Gottheiten ein großes Fest abgehalten. Jedem Einwohner ist es dabei gestattet, ein Lasso nach der Nase der Statue zu werfen. Bleibt dieses an ihr hängen, so soll sich der größte Wunsch des Werfers erfüllen. Nicht wenige wünschen sich Mut, Tapferkeit oder gar Superkräfte, die denen ihrer vielen Götter in nichts nachstehen. Denn was ihnen an Courage fehlt, machen sie mit Maßlosigkeit wett.
Doch wollen wir nun den Tempel und diese uns bizarr erscheinende Welt verlassen.
Sehen wir zu, wie sie unter uns immer kleiner wird. Wir entschwinden dem Sonnensystem, Planeten rauschen an uns vorbei. Nur Sekundenbruchteile blitzen Sterne in der Dunkelheit des Alls auf, während wir an ihnen vorüberziehen. Hinaus aus einer uns unbekanten Galaxie, vorbei an anderen, die wir nie kennen werden. Immer weiter hinaus an den Rand, an die Ufer der Unendlichkeit und dort sehen wir ein Schnabeltier, wie es in den Wogen der Realität dem Nichts entgegenschwimmt, das es mit Sternenstaub füttert.

Laura-Sophie Suhr
Vor langer Zeit lebte ein Schnabeltier namens Leo.
Leo und seine Freunde Kian und Lucky hatten Freude daran, sich gegenseitig Mutproben zu stellen. Die Drei hatten sehr viel Fantasie.
An einem schönen Tag im Sommer war Lucky an der Reihe und stellte Leo eine Mutproben:
„Du musst in die Muffelhöhle der Vampirfledermaus Karla gehen und den Angsthasen befreien. Aber pass auf, Karla hat Superkräfte!“
Leo nahm die Mutprobe an, brach auf und machte sich auf den Weg zur Muffelhöhle im Heckenrosenweg.
Erst zwei Tage später kam das Schnabeltier an der Höhle an. Vorsichtig rief er: „Hallo!“ Ein leises Echo kam zurück.
Und dann, ganz plötzlich, hörte er eine schrille Stimme: „Wer bist du und was willst du?“
Leo zuckte zusammen. Er antwortete ängstlich und ganz leise: „Ich bin Leo das Schnabeltier und will den Angsthasen befreien.“
Aus der schrillen Stimme wurde ein noch schrecklicheres grelles Lachen: „Hahahaha – den bekommst du nur, wenn du mir den Feuerstern bringst!“
Den Feuerstern? Leo hatte schon einmal davon gehört und machte sich mit einem komischen Gefühl im Bauch sofort auf den Weg.
Um den Stern zu finden, musste er durch einen finsteren dunklen Wald marschieren, durch einen tiefen See hindurchschwimmen und gelangte endlich auf den Berg, auf dem der Feuerstern versteckt war. Oft verließ ihn der Mut und er fürchtete sich, so ganz allein.
Leo sah sich um und entdeckte nach kurzer Zeit eine kleine Kiste. Hierin befand sich also der Feuerstern. Er griff die Kiste und band diese mit seinem Lasso fest zusammen, damit er den wertvollen Schatz nicht verlor. Jetzt konnte er sich auf den Rückweg machen.
Nach fünf langen Tagen erreichte er die Muffelhöhle. Mutiger als je zuvor rief er: „Karla, ich habe den Feuerstern geholt. Lass den Angsthasen frei!“
„Was störst du mich? Ich trinke gerade die Milch einer frischen Kokosnuss und dulde keine Störung.“
Es dauerte einen Moment, dann kam Karla auf Leo zu. Er übergab ihr den Feuerstern und konnte triumphierend zusammen mit dem Angsthasen den Heimweg antreten.

Dennis Hübner
Es war einmal an einem stürmischen Herbsttag. Auf dem Kriegsschiff 2139, das von einem Blitz getroffen wurde, sagte der Kapitän zum zweiten Offizier: „Lasst uns das Schiff evakuieren!“Als gerade das letzte Schlauchboot mit fünf Männern abgelegt hatte, explodierte das Schiff.
Plötzlich entdeckte einer von ihnen eine Insel und sie fuhren darauf dazu. Doch nur 50 Meter vor der Insel versagte bei einem Boot der Motor. Ihnen blieb nicht anderes übrig, als an Land zu schwimmen.
Nun kümmerte sich ein Teil der Besatzung um den Bau eines Lagers und der andere ging auf Nahrungssuche.
Am Ende des Strandes entdeckte das eine Team einen schönen wilden Heckenrosenweg, den sie entlanggingen. Sie freuten sich riesig, als sie eine Muffelhöhle entdeckten. Beim Betreten der Höhle kam ihnen eine Schar von Vampirfledermäusen entgegen. Hier wollten sie ihr Lager aufschlagen.
Das andere Team hatte auch Glück und fand mehrere Kokosnussbäume. Mit einem Lasso holten sie die Früchte herunter.
Als sie am Abend gemeinsam am Lagerfeuer saßen, vernahmen sie ein Rascheln im Gebüsch.
„Was war das?“ Einige der Männer sprangen von ihren Plätzen hoch, ein anderer lachte laut auf.
„Was ist los mit euch? Geht die Fantasie mit euch durch, ihr Angsthasen? Das ist doch nur eine Schnabeltierfamilie!“
Nach der Aufregung aßen sie ihre Kokosnüsse und überlegten, wie sie die Insel wieder verlassen konnten.
Einer meinte: „Vielleicht kommt ja ein Retter mit Superkräften auf einem Feuerstern vorbei.“
Alle lachten über die verrückte Idee.
Am übernächsten Morgen entdeckte einer der Männer ein Schiff am Horizont. Er entzündete eine Leuchtrakete.
Die Freude war riesengroß, als sie sahen, wie das Schiff beidrehte.
Die Rettung war da, alle waren glücklich.

Lena Marie Wendt
Grelle Blitze zuckten über den ganzen Himmel, Donner grollte im Hintergrund und der Regen peitschte gegen die Fensterscheiben der Häuser. Nebel hatte die Stadt eingetaucht. In einem der häuser wohnte Gaby mit ihren Eltern und nicht zu vergessen ihrem kleinen Hund Blacky. Nebenan wohnte Frau Feuerstern. Man sah die Tür ein Stück weit aufgehen und sie stolzierte wie ein eingebildetes Schnabeltier die morschen Treppen hinunter. Doch bei der letzten Stufe brach sie ein und fiel kopfüber in eine Pfütze. Sie schrie auf, denn ihr Knöchel schmerzte sehr. Dann blieb sie regungslos liegen. Nach etwa zehn Minuten öffnete sich Gabys Haustür und Gaby selbst, Tobi und Phillip kamen heraus. Gaby trug heute eine dicke Jacke mit einem Schal dazu. Tobi zeigte erschrocken in Richtung Nachbarhaus. Jetzt begriffen es auch seine Freunde. Schnell liefen sie in den Garten von Frau Feuerstern. Tobi, der erste Hilfe gelernt hatte, machte gleich dies mit Frau Feuerstern. Nach einer Weile wachte sie auf. „Oh Gott, ich fühle mich, als wenn ein Lasso meinen Bauch zuschnürt!“
Die Kinder halfen Frau Feuerstern auf die Beine. Phillip wählte die Notrufnummer. Das nächste Krankenhaus befand sich im Heckenrosenweg. Nachdem der Krankenwagen mit voller Energie davon gefahren war, untersuchten die Drei mit einer Lupe die Treppen. Und tatsächlich war die Figur einer Kokosnuss mit einer Säge heraus gesägt wurden. Phillip roch an den Treppen. „Pfui! Das stinkt ja wie in einer Muffelhöhle!“
Nach dem Mittagessen holte Phillip seine neuste Erfindung heraus. In der Zwischenzeit hatte sich das Gewitter verzogen und die Sonne schien wieder.
„Das ist eine Suchmaschine.“ Tobi schaltete sie an. Sofort hatte der Apparat den Geruch aufgenommen. Nach etwa vier Kilometern sagte der Computer: „Sie haben die Person erreicht!“
Sie standen vor einem zerfallenen Haus.
„Müssen wir da klingeln?“
„Ach, sei nicht so ein Angsthase!“
„Na gut…“
Sie klingelten und ein Mann öffnete. „Was wollt ihr Kinder?“
„Sie haben die Treppe von Frau Feuerstern angesägt!“
„Ihr habt zu viel Fantasie. Und überhaupt, sie ist meine Schwester-“
Weiter kam er nicht, denn ein Polizeiauto parkte vor der Tür und Herr Glockner stieg heraus.
„Sie sind verhaftet!“
Als alle Drei wieder im Eiscafé saßen, klatschten sie in die Hände und riefen: „Mit Superkräften!“

Antonia Voß
Mian war zwölf Jahre alt. Sie wohnte im Armenviertel in der großen Stadt, am Rande des Flusses der Alau heißt.
Eigentlich hatte sie ein sehr trauriges Leben, aber sie hatteja noch ihre Fantasie!
Ja, Mian hatteeine tolle Fantasie, deshalb glaubte man ihr selbst wahre Dinge nicht immer. Eine davon wardie mit dem Schnabeltier. Es war aus dem Zoo entlaufen und Mian hatte es gefunden.Sie nannte es Feuerstern. Das war nun endlich mal Glück für Mian. Nachdem ihr Vater gestorben war und sie hierher ziehen musste, in die sogenannte „Muffelhöhle“ da es hier so stank, hat sie es verdient, dass sie Freunde im Leben hat, sagteihre Mutter immer. Mian wohntein der Nähe des Heckenrosenweges, wo ihrer Meinung nach die Angsthasen leben, das sind die Kinder die sehr viel Angst vor dem Leben haben.Trotzdem mag Mian sie. Die Kinder von dort lieben Mians Geschichten. Sie sagten: „Werde Aumorin!“ (da sie noch nie zur Schule gegangen waren, wussten sie nicht, dass das Wort Autorin heißt)
Diese Idee fand Mian gut, deshalb fing sie wirklich an, die Geschichten aufzuschreiben. Erst nur kurze über Kokosnüsse und und Vampire mit ihren Vampirfledermäusen, aber die Geschichten wurden immer besser. Und bald erfüllte sich ihr Traum: Eine echte Autorin kam ins Armenviertel!
Mian zeigte ihr ihre Geschichten,da die Autorin in ihren Augen Superkräfte hatte. Sie wusste alles! Wie von einem Lasso gefangen und an die Geschichten gebunden, hörte sie der Frau zu.
Die Autorin mochte Mian sehr gern. Sie war die einzige, die immer bis zum Ende von Mians Geschichten zuhörte. Deshalb bot sie ihr an, ihre Gehilfin zu werden, so bekam Mian mit der Zeit sogar Geld, als heraus kam, wer die Geschichten geschrieben hatte. Mit der Zeit wuchsen die Einnahmen und sie konnten sich eine der guten Wohnungen leisten.
Mian wurde älter und älter, aber eines Tages kam die Autorin und sagte, sie müsse weg und könnte nie wieder kommen. Also hörte Mian auf zu schreiben. Aber mit jedem Tag spürte sie den Drang zu schreiben stärker werden. Dann eines Tages fasste sie den Entschluss, wieder damit zu beginnen. Und sie wurde reich! Ja, Mian, das damals arme traurige Mädchen war nun eine Bestsellerautorin und sie kann mit ihrer Mutter in einer Wohnung der Reichen wohnen. Aber ihr geht es nicht um das Geld, nein, ihr geht es um die Geschichten.

Clara Hageböck
Eines Morgens wachte die kleine Vampirfledermaus Liz in ihrer Höhle auf, die sie zusammen mit ihrem Freund, dem Schnabeltier Lo bewohnte. Die beiden nannten ihre Höhle liebevoll Muffelhöhle. Die Höhle befand sich im Heckenrosenweg. Jetzt war auch Lo aufgewacht. Jo der Postbote kam um die Ecke. Lo rief: „Da kommt ja Angsthase Jo!“ „Hör doch auf Lo! Er gehört zwar zur Familie der Angsthasen, aber das heißt noch lange nicht, dass er einer ist!“, rief Liz jetzt ganz aufgebracht. Plötzlich fragte Jo: „Wieso liegt auf eurem Weg so ein braunes Ding?“ „Das ist eine Kokosienuss“, sagte Lo stolz. „Hä, ich dachte es heißt Kokosnuss?“, Liz war verwirrt. „Das stimmt auch, ich wollte dich nur auf die Probe stellen“, sagte Lo etwas verlegen. „Das ist bestimmt ein Hinweis“, sagte Jo. „Wofür denn, Jo?“ fragten Liz und Lo wie aus einem Munde. „Mit dir ist wohl die Fantasie durchgegangen“, sagte Liz. „Nein, aber nach einer alten Legende sagt man, wer eine große Kokosnuss findet, so wie ihr sie habt, der soll den Feuerstern suchen. Er soll zuerst die Kokosnuss spalten, dann entdeckt er das Material, das er braucht um den Feuerstern zu finden“, sagte Jo ganz außer Atem. „Wow“, machte Liz und Lo fragte: „Also, wer will die Kokosnuss spalten?“ „Am Besten ihr Beide. Schließlich wurde sie euch geschickt“, meinte Jo. Als sie die Kokosnuss nach einer Stunde endlich geöffnet hatten, fanden sie ein Lasso. „Was sollen wir denn mit einem Lasso?“, wunderte sich Lo. „Keine Ahnung“, antwortete Jo, „Am besten machen wir uns gleich morgen früh um sieben Uhr auf den Weg um den Feuerstern zu finden“, bestimmte Liz.
Am nächsten Morgen trafen sich die drei dann wie geplant um sieben Uhr. Sie gingen zu den Bergen und kletterten bis ganz nach oben. „Und jetzt?“, fragte Lo. „Wir müssen abwarten bis es dunkel wird“, sagte Jo. „Und warum?“, fragte Liz. „Weil der Feuerstern über dieser Bergspitze nur nachts erscheint, er hat nämlich Superkräfte.“ „Und was für welche hat er?“, wollte Lo wissen. „Er kann alle Krankheiten heilen, für die es keine Medikamente gibt.“ „Und wie bekommen wir den Feuerstern vom Himmel herunter?“ wollte Liz wissen. „Mit dem Speziallasso, das wir aus der Kokosnuss haben“, erklärte Jo.
Also warteten sie, bis es dunkel wurde. Plötzlich war der ganze Himmel rot. Lo und Liz wunderten sich: „Was ist das, Jo?“ „das ist der Feuerstern! Er ist jetzt aufgegangen, hol das Lasso raus, Lo!“ Lo zog das Lasso hervor und schwang es über seinen Kopf. Es schlang sich um den großen runden und rot glühenden Feuerstern und so konnte er ihn herunterziehen. Plötzlich hörte der Stern auf zu glühen und Liz fragte: „Wieso hat er aufgehört zu leuchten, als Lo ihn eingefangen hat?“ „Das war purer Zufall. Genau in dem Moment, als wir den stern vom Himmel geholt haben, wurde jemand schwer krank“, erklärte Jo den Beiden. Lo sagte: „Also müssen wir den Feuerstern an den Schwerkranken schicken!“ Nach kurzer Besprechung waren auch Liz und Jo einverstanden.
Dieses Abenteuer mit Lo, Jo und Liz ist jetzt leider zu Ende, aber sie freuen sich jetzt schon auf ihr nächstes Abenteuer.