Herzchen des Monats – 3 auf einen Streich

Liebe Buchafficionadi,

haben wir eigentlich schon von den April-Herzchen berichtet? Nein? Als Ausgleich gibt es jetzt gleich 3 auf einen Streich: Über das Leben, Wirken und Scheitern des Schriftstellers Hermann Hesse, über das Leben, Wirken und Scheitern der Generation Post 68/Post Wende und über das Leben, Wirken und Scheitern von kauzigen Gestalten in der amerikanischen Provinz.

Das Druckwerk wünscht viel Vergnügen!

P.S. Zur Abstimmung der Herzchen geht es, wie immer, hier.

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Immer nach Hause

Thomas Lang

Piper

978-3-492-31224-0

10,00€

 

Bodentiefe Fenster

Anke Stelling

Ullstein

978-3-548-28851-2

10,00€

 

Männer mit Erfahrung

Castle Freeman

DTV

978-3-423-14622-7

10,90€

Hermann Hesse ist Ende zwanzig und bereits für sein Frühwerk berühmt, als er sich mit seiner Frau Mia Bernoulli in ein abgelegenes Dorf am Bodensee zurückzieht. Hier lassen sie sich ein Haus im Reformstil bauen, versuchen sich als Selbstversorger, gründen eine Familie. Doch Hesse ist unzufrieden: Literarisch will ihm kaum noch etwas gelingen, er sieht sich in einer Schaffenskrise. Thomas Lang erzählt von einer problematischen wie faszinierenden Lebensphase des Schriftstellers, der später mit dem Literaturnobelpreis zu Weltruhm gelangte und zum Liebling ganzer Lesergenerationen avancierte.
 
Sandra hat Angst, wie ihre Mutter zu werden. Nichts zu ändern, einfach nur vor sich hin zu leben. Dabei sollte Sandras Generation doch alles besser machen. Bewusst leben, die Umwelt schützen, die Welt verbessern. Doch Sandra ist müde: Die basisdemokratische Kommunikation in ihrem Mehrgenerationenhaus geht ins Leere, ihre Freundinnen wetteifern immer nur darum, welche den Kindern das beste Bioessen vorsetzt. So hat sie sich das mit der besseren Welt nicht vorgestellt.
 
Lillian fühlt sich von einem undurchsichtigen Typen namens Blackway verfolgt. Eines Morgens liegt ihre Katze tot vor der Tür. Der Sheriff kann nichts für sie tun, deshalb sucht sie Hilfe bei einem Club kauziger alter Männer. Beeindruckt von ihrem Mut, stellen diese ihr den betagten Lester und den hünenhaften, etwas beschränkten Nate als Schutz zur Seite. Lillian traut den beiden nichts zu, aber sie lassen sich nicht abwimmeln, und so verfolgen sie Blackway schließlich gemeinsam durch die Wälder von Vermont.