Die Bundesregierung zur Buchpreisbindung

Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich die Bundesregierung zur Buchpreisbindung geäußert.

Sie antwortete, dass sie zwar das Gutachten der Monopolkommission vom Mai prüfe, in der die Abschaffung empfohlen wurde, aber sie sagt auch aus: „Die Bundesregierung hält die Buchpreisbindung für ein wichtiges und unverzichtbares kulturpolitisches Instrument. Es ist im Interesse der Allgemeinheit, das Kulturgut Buch zu schützen.” Bereits im Koalitionsvertrag sprachen sich Union und SPD für die Stärkung der Buchpreisbindung aus.

In Deutschland sieht das Buchpreisbindungsgesetz vor, dass Verlage für einige Zeit feste Preise für Bücher festlegen, sodass diese nicht zu einem anderen Preis verkauft werden dürfen. So kann kein großer Händler mit niedrigen Preisen andere Händler, die sich solch niedrige Preise nicht leisten können, ausstechen. Obendrein ist das Buch ein Kulturgut, das nicht „verramscht” werden, aber gleichzeitig auch nicht nur für Vermögende bezahlbar sein soll.

Was das Ende der Buchpreisbindung für Auswirkungen haben kann, ist in der Schweiz zu sehen, wo sie 2007 abgeschafft wurde. Seitdem sinken die Umsätze des Buchhandels stetig, viele Buchhandlungen gingen bereits bankrott.

So ist zu hoffen, dass in Deutschland die Buchpreisbindung erhalten bleibt, denn Profiteure wären nicht nur die Buchhandlungen sondern auch Sie als Kunden.