Felwine Sarr: „Afrotopia“

Ein großartiges Manifest und auch gleichzeitig Utopie liefert Felwine Sarr mit „Afrotopia“ ab. Der afrikanische Intellektuelle aus dem Senegal ist unter anderem auch für „Die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes“ verantwortlich, indem es darum geht, afrikanische Kulturgüter, die in der Kolonialzeit geraubt wurden, zurück an ihre rechtmäßigen Besitzer und in afrikanische Museen zu geben.
Damit haben er und seine Co-Autorin Bénédicte Savoy eine Bewegung angestoßen, die Felwine Sarr nun mit „Afrotopia“ weiterführt. Das Essay war 2016 erschienen, ist jetzt auch endlich auf Deutsch im Matthes&Seitz Verlag erschienen und hat auch international viel Beachtung und Anerkennung geerntet, denn in diesem Buch fordert Sarr eine endgültige Entkolonialisierung Afrikas und eine Rückbesinnung auf Afrikas geistige und kulturelle Ressourcen was dazu führen soll, dass Afrika eine vom Westen unabhängige Identität bildet und eine neue Epoche der Moderne in Afrika auslöst. Dies drückt Sarr mit dem Wort „Afrofuturismus“ aus.

Ein starkes Manifest zu einem wichtigen Thema, das es auf jeden Fall wert ist gelesen zu werden! Eine absolute Empfehlung.

Felwine Sarr „Afrotopia“ , Matthes&Seitz, 978-3-95757-677-4, 20,00€

https://dasdruckwerk.buchkatalog.de/Product/Sach–und-Fachbuecher_Politik-und-Gesellschaft/Felwine-Sarr/Afrotopia/57228/4099276460822233275/3000001065655/-3/4099276460822241339/4099276460822241336/4099276460822241336