Empfehlung – Rüdiger Bertram: Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

1941 haben Rolf, sein Vater Ludwig und ihr Hund Adi Frankreich erreicht. Sie sind auf der Flucht vor der Gestapo, die ihnen dicht auf den Fersen ist – und auf dem Weg nach New York. Die Pyrenäen stellen das nächste große Hindernis dar und der Hirtenjunge Manuel soll sie hinüberführen.

Aber Rolfs Vater wird geschnappt und die beiden Jungen müssen allein weiterziehen, im Gepäck nur ein Buch: Erich Kästners „35. Mai“ mit einer Widmung. Und die Reise ist hart, das Gelände wild und auch von Bären bewohnt.

Rolf und seinen Vater mag es nicht gegeben haben, aber durchaus große Persönlichkeiten haben den gleichen Weg genommen, darunter Heinrich Mann und Walter Benjamin. Und trotz des bedrückend wirkenden Szenarios gibt es doch so einiges zum Grinsen, wofür auch Manuels mangelhaftes Deutsch sorgt. Waren Napoleon und Julius Cäsar etwa Bauern? Denn Rolf nannt sie doch „Feldherren“ und sind das nicht Herren über Felder?