Jan Brandt – Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt

Das neueste Buch des gebürtigen Ostfriesen Jan Brandt umfasst zwei Bücher in einem, die sich von jeweils einer Seite lesen lassen. „Ein Haus auf dem Land“ und „Eine Wohnung in der Stadt“ sind sowohl miteinander, als auch mit dem Dorf Ihrhove, welches Brandt verließ, um seinen Weg als Künstler gehen zu können, verbunden.
In dem Part „Eine Wohnung in der Stadt“ geht es um die Rast- und Heimatlosigkeit des Autors und um die Probleme, die eine Wohnungssuche in der Metropole Berlin mit sich bringen kann. Eine packende Widerspiegelung der Folgen, die die überall um sich greifende Gentrifizierung mit sich bringt.
In „Ein Haus auf dem Land“ hingegen steht der 1863 erbaute Hof von Brandts Urgroßvater im Vordergrund. Trotz großen Widerwillens fühlt sich Brandt mit dem Hof verbunden und ihm verpflichtet und so zieht er in Betracht, den Hof zu kaufen. Dies würde eine nicht ganz freiwillige Rückkehr in die Heimat seiner Kindheit bedeuten.
Ein starkes Buch, das gegenwärtige Gesellschaftsphänomene zu einem reflektierenden Bild über Heimat, enttäuschte Versprechen und künstlerische Freiheit verknüpft.