Empfehlung – Alan Gratz: Amy und die geheime Bibliothek

Stellt euch vor, ihr dürft in eurer Schulbibliothek nicht mehr das ausleihen, was euch gefällt, weil die Mutter eines Mitschülers, die ihr gar nicht kennt, das nicht möchte. Sie glaubt, dass es nicht altersgerecht sei – zu gruslig oder zu aufregend. Als Erwachsener darf man alles lesen, aber für Kinder seien Geschichten über Waisen, über Spione oder Zauberer nicht geeignet, sagt sie.

So geht es Amy. Es beginnt mit ihrem Lielingsbuch, »Gilly Hopkins – Eine wie keine«. Sie hat es sich ungezählte Male ausgeliehen und plötzlich ist es aus dem Bibliotheksbestand genommen und weggesperrt worden. Und es werden mehr und mehr. »Onkel Toms Hütte«, »Das Tagebuch der Anne Frank«, »Der Träumer«, die »Gänsehaut«-Bücher, »Harry Potter« …

Amy gründet mit ein paar Freunden daraufhin die Geheime Schließfachbibliothek in ihrem eigenen Schulschließfach, in dem sie alle Bücher verstaut, die die offizielle Schulbibliothek verbannt hat und derer sie habhaft werden kann. Und jeder, der eingeweiht ist, kann sie sich bei ihr ausleihen. Aber natürlich ist das ein riskantes Unterfangen. Was ist, wenn man ihre kleine Geheimbibliothek findet? Oder sie jemand verrät?