Empfehlung – Martin Schäuble: Sein Reich

Der neue Lebensgefährte von Juris Mutter säuft – und so entschließt sich Juri in den Sommerferien in den Schwarzwald zu fahren, um seinen Vater zu besuchen, an den er sich kaum erinnern kann. Seine Mutter spricht immer nur schlecht von ihm, aber so wild kann es ja nicht sein, oder?

Tatsächlich ist sein Vater zwar etwas überfordert, als Juri plötzlich vor der Tür steht, wirkt aber nicht unangenehm. Und das Beste ist: Er ist wie Juri Modellbauer und obendrein ein verdammt guter. Seine Freunde dagegen scheinen etwas merkwürdig: Karl, der Automechaniker, der Kennzeichen des Deutschen Reiches besitzt, und Achim, der Selbstversorger mit seinen Kindern mit den altertümlichen Namen. Allerdings kann Juri von diesen das Bogenschießen lernen und er wirft auch ein Auge auf dessen Tochter Margarete.

Ganz anders ist aber die Dorfjugend in ihrer Gruppe um die Schwestern Jule und Jessy. Juri weiß nicht ganz, was er von ihnen halten soll, aber auch gerade die beiden Schwestern sind für ihn sehr interessant. Nur ist er leider der Sohn eines dieser »Nazis«, wie die Jugendlichen sagen. Auch Juri findet heraus, dass sein Vater nicht die normalsten Ansichten hat. Als Nazi würde er ihn nicht bezeichnen, aber er ist ein Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger. Für ihn steht der nächste Krieg kurz bevor und mit Achim hat er bereits einen Bunker angelegt.

Juri will raus aus der Situation, weg von seinem Vater, vor dem er langsam Angst bekommt, aber eigentlich ganz und gar nicht weg von Jule. Und auch nicht von Margarete.