Ein Lied für die Vermissten

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Nach seinem Debütroman “Am Ende bleiben die Zedern” legt Pierre Jarawan mit “Ein Lied für die Vermissten” nach und genau darum geht es: um die Vermissten des 15 Jahre andauernden Bürgerkriegs im Libanon, über die niemand spricht. Genau dies möchte Pierre Jarawan ändern und gibt diesem Thema einen Ort, an dem er kein Tabu ist. Die Romanfigur Amin kehrt 1994 als Jugendlicher mit seiner Großmutter in den Libanon zurück, seine Eltern sind bereits seit zwölf Jahren vermisst. Jarawan verwebt seine Eindrücke des Arabischen Frühlings mit dem Fund eines toten Liebespaares, das in inniger Umarmung gefunden wird und in Beirut heftige Unruhen auslöst.