Endlich wieder neue Herzchen!

Nach einer langen Pause haben wir diesen Monat wieder neue Herzchen für Sie ausgewählt.

Wie gewohnt können Sie seit dem 1. April wieder aus den unten gennanten Büchern über unser Herzchen des Monats abstimmen. Aus den Stimmzetteln werden dann fünf Teilnehmer gezogen, die das von Ihnen gewählte Buch gewinnen (ganz unabhänig welches Buch unser Herzchen des Monats April wird).

Kommen Sie also einfach diesen Monat vorbei und füllen einen Stimmzettel aus und vielleicht überraschen wir Sie Anfang nächsten Monats mit einem neuen Buch.

Zur Auswahl stehen:

Dad – Nora Gantenbrink (Rowohlt):
«Dad» ist ein Roman über einen Hippie-Vater, aber auch eine Reise in das Deutschland von den 1960ern bis in die Nullerjahre, in die Länder Nordafrikas und in viele Winkel Asiens. Die Ehe der Eltern, den Vater, die Wurstwarendynastie, aus der er stammte – das alles gibt es nicht mehr. Geblieben sind Geschichten von großen Abenteuern. Und dem einen, das kein Happy End hat, der HIV-Infektion, die er von einer seiner Reisen mitbrachte. Dies ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Sucht und Sehnsucht und über eine junge Frau, die versucht zu verzeihen.

Dem Volke dienen – Yan Lianke (Matthes & Seitz Berlin)
Der junge Mustersoldat Wu Dawang lässt sich von der Nymphomanin Liu Lian verführen – ausgerechnet die Frau seines Chefs, des mächtigen Divisionskommandanten. Zur Hochzeit der Kulturrevolution sprengt die explosive Verbindung der beiden sämtliche gesellschaftliche Tabus. Die mit vollendeter Komik und rasant geschilderte Affäre der beiden nimmt in ihrer zügellosen Heftigkeit bald unfreiwillig politische Dimensionen an, und Maos berühmte Losung »Dem Volke dienen« wird zum Passwort der Liebe und ihrer schrankenlosen Feier umfunktioniert. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, gerät zu einer verrückten erotischen Konterrevolution und artet immer mehr zu einer lustvollen Raserei aus, in der reihenweise Mao-Büsten klirrend von den Schränken kippen.

Sechzehn Wörter – Nava Ebrahimi (btb)
Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden. Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist.

Die Königin schweigt – Laura Freudenthaler (btb)
Fanny, die “Königin”, ist eine vom Schicksal immer wieder hart getroffene Frau, die ihren Lebensabend alleine verbringt und über alles Vergangene schweigt. Auch das Tagebuch auf ihrem Nachtkästchen, ein Geschenk ihrer Enkelin, lässt Fanny unberührt liegen, statt es mit den Tragödien des Erlebten zu füllen. Doch in Tagträumen und schlaflosen Nächten kann sie sich der Erinnerungen nicht erwehren, und so zieht ihr ganzes Leben in aufwühlenden Bildern an ihr vorbei: beginnend mit der Kindheit auf dem elterlichen Hof in den 1930er-Jahren bis zu ihrem nahenden Tod. Das Romandebüt der jungen österreichischen Autorin wurde mehrfach ausgezeichnet und fand in der Presse große Beachtung.

Kriegslicht – Michael Ondaatje (dtv)
Wie viele Geheimnisse verträgt ein Leben?
Nach Kriegsende werden der vierzehnjährige Nathaniel und seine Schwester von den Eltern in London zurückgelassen. Der geheimnisvolle “Falter” und dessen zwielichtige Freunde kümmern sich fortan fürsorglich um sie. Wer aber sind diese Menschen wirklich? Als die Mutter wie aus dem Nichts wieder zurückkehrt, sagt sie nur: “Meine Sünden sind vielfältig.” Mehr gibt sie nicht preis. Als er erwachsen ist, beginnt Nathaniel die geheime Vergangenheit seiner Mutter Rose alias Violet aufzuspüren – einer Spionin im Kalten Krieg.