Dünnes Buch – Großer Roman

Buch

Im Chile der 80er Jahre ist nichts so unschuldig wie es scheint. Nicht einmal die Geschichte eines kleinen Mädchens, das einfach nur ihren Vater bei der Arbeit begleiten will.

Sie ist gerade einmal sieben Jahre alt, doch für M. gibt es nichts schöneres als ihren Vater bei der Arbeit zu begleiten. Dieser ist Vertreter für Eisenwaren der Marke „Kramp“ und bereist jeden Tag die kleinen Städte und Dörfer Chiles um seinen Kunden noch einen Hammer und noch eine Fuchsschwanzsäge mehr anzudrehen, als sie eigentlich bräuchten. Und seine Tochter? Die hilft ihm dabei, denn es gibt nichts das so verkaufsfördernd ist, wie der Blick eines traurigen Kindes und diesen Blick, den beherrscht M. in Perfektion. 

Aus der Sicht ein Kindes erzählt die chilenische Journalistin und Autorin Maria Jose Ferrada diese seltsame und oft lustige Geschichte einer speziellen Vater-Tochter Beziehung, die am Ende aber doch eine ernste Erzählung ist. Denn das Chile ist der 80er Jahre ist das Chile des Diktators Pinochet und das Chile in dem regelmäßig Leute verschwanden..

Maria Jose Ferrade – Kramp 22,-€ aus dem Berenberg Verlag (hier)