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Zur Lage in der Ukraine

Aus gegebenem Anlass hier einmal eine kleine Auswahl an politischen Sachbüchern die allen interessierten einen kleinen Einblick geben, wie es soweit kommen konnte. Mehr als 30 Jahre ist es inzwischen her, dass die Sowjetunion zusammenbrach, aber ihre Geschichte ist essenziell um zu verstehen wie das heutige Russland enstanden ist und woher das aggressive Auftreten Wladimir Putins gegenüber der Ukraine kommt. Denn man kann mit Sicherheit sagen, dass die aktuellen Ereignisse keine „Friedensmission“ von Seiten Russlands ist.

Das Sowjetische Jahrhundert“ von Karl Schlögel und „Secondhand-Zeit“ von der Literaturnobelpreisträgerin und gebürtigen Ukrainerin Swetlana Alexijewitsch sind hier als Empfehlungen angebracht. Ein Buch das leider momentan nicht vorrätig, aber natürlich schon nachbestellt ist, heißt „Roter Hunger“ und behandelt den „Holodomor“. Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum beschreibt hier den erzwungenen Hungertod von mehr als 3 Millionen Ukrainern in den Jahren 1932-1933 und zieht Parallelen zum Konflikt in der Ukraine und der Annexion der Krim im Jahr 2014.

Einen aktuellen Blick auf die Entwicklung Russlands gibt es zum Beispiel von der Journalistin Masha Gessen, die in „Die Zukunft ist Geschichte“ anhand von Schicksalen einfacher Menschen aufzeigt, wie aus einem Land das sich in den 90ern dem Westen öffnete und sich modernisierte, ein autoritär geführter Staat wurde, in dem die Opposition unterdrückt wird und ein Mann es schaffte, sich absolute Macht aufzubauen. Einen genaueren Blick hierauf gibt auch Joshua Yaffa in seinem Buch „Die Überlebenskünstler„, in dem er das System Putin seziert und ausleuchtet wie es funktioniert.