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Deutscher Sachbuchpreis 2022: Das sind die Nominierten

Zum zweiten Mal hat die Jury des Deutschen Sachbuchpreises die Nominiertenliste veröffentlicht.
Es sind starke 205 Bücher, aus 130 Verlagen eingereicht worden, welche die Jury gesichtet hat und aus denen nun acht für die Auszeichnung ausgewählt wurden.
Die Preisverleihung, bei welcher der Gewinner bekannt gegeben wird, findet am 30. Mai 2022 statt.

Das sind die Nominierten:

Am Rande der Glückseligkeit von Bettina Baltschev:
An einem Nordseestrand beginnt Bettina Baltschev ihre Reise zu den Stränden Europas. Von acht Stränden in acht Ländern aus unternimmt sie Exkursionen in die Gegenwart und die Geschichte eines Sehnsuchtsortes, der manchen letzte Zuflucht ist. Sie erzählt von wahren und fiktiven, glücklichen und tragischen Schicksalen am Strand – am Rande unserer Welt.

Die Frauen von Belarus von Alice Bota:
Friedliche Demonstrant*innen in Belarus trotzten dem gewalttätigen Regime: Alice Bota erzählt die Geschichten der drei maßgeblichen Protagonistinnen, die zu Politikerinnen wider Willen wurden, Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo. Das Porträt eines Aufstands.

Das deutsch-russische Jahrhundert von Stefan Creuzberger:
Im 20. Jahrhundert hat das deutsch-russische Verhältnis eine Schlüsselrolle gespielt – in seiner ganzen Ambivalenz, Widersprüchlichkeit und Gewalterfahrung. Stefan Creuzberger erzählt diese spannungsreiche Beziehungsgeschichte einer von dramatischen Zäsuren, Wechselwirkungen und Veränderungen bewegten Epoche.

Erzählende Affen von Samira El Ouassil und Friedemann Karig:
Eine starke Geschichte kann die Welt retten – oder sie zerstören. Sie kann Wahlen entscheiden, Menschenleben retten, aber auch Kriege auslösen und Ungerechtigkeit zementieren. Samira El Ouassil und Friedemann Karig verfolgen diese ambivalente Wirkungsmacht anhand wichtiger Narrative von der Antike bis zur Gegenwart. Und sie zeigen, welche Erzählungen uns heute gefährden und warum wir neue benötigen.

Das rationale Tier von Ludwig Huber:
Kann man nichtmenschlichen Lebewesen Rationalität und Bewusstsein zugestehen? Ludwig Huber zieht die Bilanz des gegenwärtigen Forschungsstands zum tierischen Denken und erklärt mithilfe der wichtigsten Experimente und Beobachtungen, was Tiere alles können. Diese neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse verlangen eine Revision unserer gängigen Einstellung gegenüber Tieren.

Die Hohenzollern und die Nazis von Stephan Malinowski:
Seit über 100 Jahren haben die „Oberhäupter“ der Hohenzollern immer wieder mit Juristen, Journalisten und PR-Beratern zusammengearbeitet, mit deren Hilfe sie das Bild der Familie in der Öffentlichkeit aufpolierten. Stephan Malinowski analysiert diese Selbstdarstellungen in einer historischen Erzählung über drei Generationen bis in die Gegenwart.

Sortiermaschinen von Steffen Mau:
Der kosmopolitische Traum von einer grenzenlosen Welt hat in den letzten Jahren tiefe Risse bekommen. Aber war er überhaupt jemals realistisch? Steffen Mau zeigt, dass Grenzen im Zeitalter der Globalisierung von Anbeginn nicht offener gestaltet, sondern zu machtvollen Sortiermaschinen umgebaut wurden. Während ein kleiner Kreis Privilegierter heute nahezu überallhin reisen darf, bleibt die große Mehrheit der Weltbevölkerung weiterhin systematisch außen vor.

Fluchtpunkte der Erinnerung von Natan Sznaider:
Was unterscheidet Rassismus von Antisemitismus? Ist es möglich, der Opfer des Holocaust und des Kolonialismus zu gedenken, ohne Geschichte zu relativieren? Bei Hannah Arendt, Edward Said und anderen findet Natan Sznaider Ideen und Argumente, um die Diskussion über das Verhältnis von Kolonialverbrechen und Holocaust voranzubringen.

 

Wir haben die Nominierten bei uns im Laden für Sie ausliegen, wenn Sie stöbern möchten oder, wenn ein bestimmtes Buch ihr Interesse geweckt hat, haben wir sie hier direkt mit unserem Webshop verlinkt.

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