Buchtipp zum Indiebookday
Mit ihrer Reportage „Some people need killing“ öffnet die Journalistin Patricia Evangelista die Tür zu den Philippinen, einem Land, dass 30 Jahre nach einer demokratischen Straßenrevolution nun einen autrokratischen Präsidenten hat, der entschieden hat, dass manche Leben mehr wert sind als andere.
Evangelista berichtet von Präsident Rodrigo Dutertes sogenanntem Krieg gegen die Drogen. Einem Krieg, in dem Drogendealer und Kleinkriminelle vom Staat sanktioniert ermordet wurden und tausende unbeteiligte Opfer als „Kollateralschaden“ abgetan wurden. In dieser Atmosphäre des Schreckens konnte jeder straflos zum Mörder werden, was eine Spirale der Gewalt auslöste, und tausenden philippinischen Bürgern das Leben kostete.
Mit viel Feinsinn und Präzision seziert Evangelista die sprachlichen Mechanismen und die Entmenschlichung, die das Morden erst möglich gemacht haben.
Ein Buch mit erschreckender Relevanz, das der Brutalität ein großes humanitäres Gespür.



