Segeberger Kulturkalender
Informationen zu kulturellen Veranstaltungen in und um Bad Segeberg
LINSE – Das perfekte Geschenk
Komödie
Regie: Raphaële Moussafir
mit: Mélanie Doutey (Julie) · Chantal Lauby (Françoise) · Gérard Darmon (Michel) · Camille Lellouche (Charlotte) · Vanessa Guide (Océane)
Frankreich 2024 | 84 Minuten | ab 0
Zwei Tage vor Weihnachten wird eine alleinstehende Französin zum Geburtstag von ihrer Familie überrascht und mit deplatzierten Geschenken überhäuft, obwohl sie Präsente nicht ausstehen kann. Bei ihrer Schwester sorgt ein gedankenloses Mitbringsel sogar für eine handfeste Ehekrise. Die unterschiedlichen Episoden des luftigen Reigens aus Schenken und Beschenktwerden finden erst am Weihnachtsfeiertag zusammen. Eine auf eingängige Unterhaltung gebürstete Komödie, die ihre anvisierte Bissigkeit nie erreicht und sich in läppischen Scheinproblemen verliert. – Ab 14.
LESUNG „Die Wut ist ein heller Stern“
Anja Kampmann liest in der Buchhandlung Das Druckwerk aus ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“.
„Vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz mehr lassen will – von Anja Kampmann eindringlich und bildgewaltig erzähltHedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im »Alkazar« auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den dreißiger Jahren die neuen Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger und auch für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger an, für eine Fahrt in die Antarktis. Und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen.Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit.“
„Die Wut ist ein heller Stern“
ISBN: 978-3-446-28120-2
Hanser Verlag, 28€
ARNE ZELLER, Violoncello – (1st prize Pablo Casals award) HAN-WEN JENNIFER YU, Klavier
Arne Zeller, Violoncello – Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. den ersten Preis beim internationalen Cellowettbewerb „Anna Kull“ (2020, Graz), den ersten Preis bei dem Gustav Mahler Cello Competition (2022, Prag), den zweiten Preis beim 29. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb (2023, Pörtschach) und den ersten Preis beim 40. Pablo Casals Award (2024, El Vendrell), er ist mehrfacher erster Bundes- und Sonderpreisträger von „Jugend musiziert“.
Han-Wen Jennifer Yu, Klavier – Seit 2024 arbeitet sie regelmäßig mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmonie zusammen. Ihre bisherigen und aktuellen Arbeitspartner umfassen International Tschaikowsky Wettbewerb, Königin-Elisabeth-Wettbewerb Preisträger, Mitglied des Gewandhaus Orchester und Berliner Philharmonie.
Einlass: Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.
LINSE – Dann passiert das Leben
Drama
Regie: Neele Leana Vollmar
mit: Anke Engelke (Rita) · Ulrich Tukur (Hans) · Lukas Rüppel (Tom) · Maria Hofstätter (Gitti) · Markus Hering (Edwin)
Deutschland 2025 | 123 Minuten | ab 6
Die Ehefrau eines Schuldirektors fühlt sich durch den bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes bedroht. Nach 35 gemeinsamen Jahren ist ihre Beziehung längst in kalter Routine erstarrt. Das Drama seziert das Leben dieses Paars mit lakonischer Präzision. Dialoge und Situationen sind anfangs von leiser Komik, doch schon bald mehren sich düstere Vorzeichen. Ein tragischer Unfall stülpt dann allzu bemüht Dramatik über die Tristesse. Ein Kammerspiel im Zwischenreich von Vertrautheit und Entfremdung, das von zwei aneinander gebundenen Menschen und deren verbliebenen Möglichkeiten erzählt. – Ab 16.
LINSE – Stiller
Drama
Regie: Stefan Haupt
mit: Albrecht Schuch (James Larkin White) · Paula Beer (Julika Stiller-Tschudy) · Max Simonischek (Staatsanwalt Rolf Rehberg) · Marie Leuenberger (Sibylle Rehberg) · Stefan Kurt (Verteidiger Bohnenblust)
Schweiz/Deutschland 2024 | 99 Minuten | ab 12
In den 1950er-Jahren wird ein US-Amerikaner bei einer Reise in die Schweiz festgenommen. Zeugen meinen in ihm einen sieben Jahre zuvor verschwundenen Bildhauer wiederzuerkennen, der in eine Politaffäre verwickelt war, doch der Mann streitet alles ab. Staatsanwalt und Pflichtverteidiger versuchen die Sache zu klären, doch selbst Frau und Freunde des Verschwundenen können die Identität des Festgenommenen nicht beschwören. Die Adaption des gleichnamigen Romans von Max Frisch strafft die Vorlage geschickt und kreist auf zwei Zeitebenen um schillernde, nicht endgültig festgeschriebene Identitäten. Die Inszenierung arbeitet Geist und Kolorit der Zeit sorgsam heraus und kann sich auf hervorragende Darsteller verlassen. – Ab 14.
LINSE – Das Verschwinden des Josef Mengele
Biopic
Regie: Kirill Serebrennikov
mit: August Diehl (Josef Mengele) · Max Bretschneider (Rolf) · David Ruland (Hans Sedlmeier) · Friederike Becht (Martha) · Mirco Kreibich (Alois Mengele)
Frankreich/Deutschland/Mexiko/Uruguay/Lettland 2025 | 135 Minuten | ab 12
Der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher und Lagerarzt von Auschwitz-Birkenau Josef Mengele ist nach dem Krieg untergetaucht. Unter falschem Namen lebt er mit Hilfe eines weit verzweigten Netzwerks von Kollaborateuren in Südamerika und entgeht über Jahrzehnte hinweg erfolgreich der Strafverfolgung. Das biografische Drama zeichnet die historischen Stationen Mengeles akribisch nach, kontrastiert sie mit seinem unbeschwerten Leben zur NS-Zeit, und kulminiert in einer Auseinandersetzung des alten Mannes mit seinem Sohn. Dabei bekommt der mit Schwarz-weiß-Bildern und suggestivem Sounddesign arbeitende Film aber jenseits des unter Hochdruck agierenden Hauptdarstellers den Charakter von Mengele nicht zu fassen und bleibt auf Gemeinplätze über das Monster im Menschen beschränkt. – Ab 16.

