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Das Sachbuch des Jahres ist…

Gestern wurde von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wieder der Deutsche Sachbuchpreis verliehen. Aus sieben nominierten Büchern wählte die Fachjury den Preisträger aus – dieses Jahr ist der Gewinner

Stephan Malinowski – Die Hohenzollern und die Nazis. Die Geschichte einer Kollaboration.

In seinem Buch beschreibt Malinowski die Rolle der Hohenzollern seit 1918 und ihre Verwicklung im Aufbau des „Dritten Reichs“ durch die Nazis. Auf einer gut gefächerten Quellengrundlage zeichnet Malinowski ein Bild über die Mitglieder der Familie Hohenzollern, deren Beteiligung am Ende der Weimarer Republik und Kollaboration mit den Nazis bis 1945. Damit stellt der Autor die jahrelange Selbstdarstellung der Familie Hohenzollern in Frage und bietet eine einmalige Analyse eines Kenners der Materie.

Begründung der Jury
Wer bestimmt die Lesart der Vergangenheit? Stephan Malinowski hat ein ausgezeichnet recherchiertes und brillant erzähltes Buch über die Rolle der Hohenzollern seit 1918 geschrieben. In der Frage, ob das Herrscherhaus dem Nationalsozialismus Vorschub geleistet hat, ist die Antwort Malinowskis eindeutig: Beim Aufbau des „Dritten Reichs“ schmiedeten die Familie und die NS-Bewegung eine symbolisch-politische Allianz. Das Buch verbindet soziale und politische Zeitgeschichte mit einem Familienporträt und ist zugleich eine glänzende Milieustudie konservativer und rechter Republikfeindlichkeit. Es zeichnet sich durch stringente Argumentation und souveräne Quellenkenntnis aus. Malinowski gibt eine überzeugende Antwort auf die Restitutionsforderungen der Hohenzollern und verteidigt zugleich die Wissenschaftsfreiheit gegen Widerstände.

Wollen Sie sich selbst vom Juryurteil überzeugen? Dann kommen Sie bei uns im Laden vorbei oder besuchen Sie unseren Onlineshop.