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Eine Woche, die alles verändert | Buchtipp

Der Sommer 2022 scheint für Ruth nicht besser laufen zu können: Ihr Mann Ben gewinnt einen Architekturpreis, ihre Ziehtochter Jenny startet ihr Kommunikationsstudium in Leipzig und sie soll Mitglied des deutschen Ethikrats werden – der Höhepunkt ihrer Karriere. Das ein Hund sie auf ihrer Joggingrunde ins Bein beißt scheint nebensächlich. Doch ist dieser Biss, der immer weiter anschwelt, nur der Auftakt einer Reihe von Ereignissen, die Ruths bisheriges Leben in Frage stellen. Ein alter Freund taucht auf und sie wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Als Anti-AKW-Aktivistin beging sie vor Jahrzehnten einen Anschlag, der nie geahndet wurde. Niemand weiß von ihrer Vergangenheit. Sollte sie bekannt werden, würde nicht nur ihre Ehe sondern auch ihre Karriere gefährdet.

Dicht, anschaulich und spannend erzählt Ulrich Woelk in seinem neuen Roman „Mittsommertage“ von einer einzigen Woche im Mittsommer in Berlin, die ein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen vermag. Ein sehr gegenwärtiger, aktueller Roman, angeregt durch die Fridays-for-Future-Bewegung.