Liebe gegen Tradition | Buchtipp
Der junge Obiefuna wächst im Niegeria der 2010er auf. Er ist das Wunschkind seiner Mutter, die vor ihm mehrere Fehlgeburten erlebte. Sie versucht seine Wünschen nach Liebe und Freiheit zu erfüllen.
Sein Vater erzieht ihn dagegen mit sehr strenger Hand – Obiefunas Wünsche sind ihm egal. Als er seinen Sohn dann auch noch in einem intimen Moment mit einem anderen Jungen erwischt, schickt er ihn auf ein christliches Internat im Süden Nigerias. Hier ist er den älteren Mitschülern ausgesetzt und entwickelt schnell eine Überlebensstrategie: nicht auffallen um der Gewalt zu entgehen. Wir folgen Obiefuna weiter in sein Studierendenleben, seine erste ofizielle Beziehung zu einem Mann und dem Beschluss vom Mai 2019, als Nigeria gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe stellt. So bleibt Obiefuna am Ende nur das Wünschen nach Freiheit.
Chukwuebuka Ibeh nimmt uns mit auf eine Reise von Ausgrenzung und Angst aber auch von Liebe und Zärtlichkeit. Vor allem die letzten Kapitel sind sehr politisch aufgeladen und führen uns drastisch die systematische Ausgrenzung von queeren Menschen vor Augen.
Ein emotionales Debüt, was tief berührt.



