Internationaler Frauentag
Heute am 8. März ist der Internationale Frauentag und es gibt wohl kaum einen besseren Anlass, um sich mit feministischen Themen auseinanderzusetzten. Wer noch nicht genau weiß, wo er anfangen soll, dem geben wir hier ein paar spannende Startpunkte:
1. Nicole Seifert: „Einige Herren sagten etwas dazu“. Die Autorinnen der Gruppe 47 (KiWi, 24€)
Die meisten haben schon mal etwas von Heinrich Böll gehört, aber kennt Ihr Ilse Aichinger? Nicole Seifert gibt in ihrem Buch den Autorinnen der Nachkriegszeit eine Stimme und analysiert die misogynen Strukturen eine der wichtigsten literarischen Bewegungen des Nachkriegsdeutschlands.
2. Leonie Schöler: Beklaute Frauen (Penguin, 22€)
Die junge Historikerin Leonie Schöler begibt sich auf die Spuren von Frauen, deren Errungenschaften verschwiegen wurden, bzw. für die Männer den Ruhm beanspruchen. Sie erzählt Geschichten von Künsterlinnen, Wissenschaftlerinnen und Ehefrauen, die im Schatten von Männern standen.
3. Susan Sontag: Über Frauen (Hanser 23€)
Dieser Essayband veröffentlicht Aufsätze, die die Autorin bereits in den 70er Jahren geschrieben hat. Mit erschreckender Aktualität analysiert Sontag Themen wie den Umgang der Gesellschaft mit dem weiblichen Altern.
4. Emma Southon: Eine Geschichte des römischen Reiches in 21 Frauen (Aufbau 28€)
Auf unterhaltsame Weise führt uns die Althistorikerin durch die Geschichte Roms – von Monarchie über Republik bis ans Ende des Imperiums. Sie widmet sich Frauen aus allen Schichten, die alle fügen sich zu einem ganz anderen Bild Roms zusammen, wie wir es bisher kennen.
5. Carla Heussler: Kunst ist weiblich (wbg 29€)
Die Kunshistorikerin Carla Heussler legt hier eine längst überfällige Kunstgeschichte weiblichlicher Künstlerinnen vor. Von der Renaissance bis in die Gegewart spannt sie den Bogen und befragt dabei Selbstvständis, Geschlechterrollen, Tabus und vieles mehr.
6. Caroline Criado-Perez: Unsichtbare Frauen (btb 18€)
Eine messerscharfe Analyse einer männlichen Welt, in der Frauen einfach auch leben. Themen wie Medizin und Infrastruktur werden genauso behandelt, wie öffentliche Toiletten und dabei macht die Autorin die sexistischen Strukturen unserer Welt sichtbar.





