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Buchtipp: Annie Robot

New York, USA, in einer nicht all zu fernen Zukunft: Die Menschheit hat Künstliche Intelligenz weit genug entwickelt, um humanoiden Robotern Leben einzuhauchen. Sie dienen den Menschen als Haushaltshilfen und Gefährten. Doug, Mitte dreißig und frisch geschieden, hat sich Annie ins Haus geholt. Sie sieht seiner Ex-Frau ähnlich und soll in jeder Hinsicht die Leere füllen, die sie hinterlassen hat. Deswegen aktiviert Doug den „Autodidaktmodus“ – mit dessen Hilfe soll Annie selbstständig lernen. Sie fängt an zu verstehen, zu denken und sich eigene Meinungen zu bilden. Und je ähnlicher sie einer echten menschlichen Frau wird, desto weniger perfekt verhält sie sich in Dougs Augen…

Sierra Greer hat mit „Annie Robot“ einen Roman geschrieben, der sich in einer erschreckend nahen fiktiven Zukunft abspielt. Sie lässt die KI menschliche Bindung und Beziehungen ersetzen und konfrontiert den Leser dabei mit ungleichen Machtverhältnissen zwischen Mann und Maschine, die in den Drang nach weiblicher Selbstbestimmung münden – denn selbst wenn die Weiblichkeit nicht echt ist, erfährt sie Misogynie.