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Happy Birthday Miguel de Cervantes! | Klassiker zum Wochenende

Spaniens Nationaldichter Miguel de Cervantes feiert seinen (vermutlich) 476. Geburtstag!

Zur Feier des Tages legen wir Ihnen seinen bekanntesten Roman des Don Quijote de la Mancha nahe. Der „Ritter von der traurigen Gestalt“ kämpfte nicht nur gegen Windmühlen, die er für Riesen hielt. Er kämpfte auch mit dem Wahnsinn, den er durch das intensive Lesen von damals sehr berühmten Ritterromanen erleidet. Dadurch denkt Alonso Quijano, Don Quijotes bürgerlicher Name, er wäre ein Ritter auf der Suche nach seiner Geliebten Dulcinea del Toboso, die er sich auch ausgedacht hat. Nach jedem Abenteuer bekommt er Prügel oder anderer Schaden wird ihm angerichtet. Erst als er dem Fieber erliegt, kommt er zur Einsicht, dass alles, was er tat Wahnsinn war.

Cervantes parodierte mit seinem Don Quijote nicht nur die berühmten, immer absurder werdenden Ritterromane seiner Zeit sondern führte auch vor Augen, das der übermäßige Konsum dieser unglaubwüdigen Abenteuer den Verstand raubt. Doch ist das zentrale Thema eine Frage, die auch seien Zeitgenossen Shakespeare umtreibt: Was ist Wirklichkeit und was ist Traum in unserer unmittelbaren Umwelt. Der Konflikt zwischen Realität und Idealität kann auch auf Don Quijote angewandt werden: Leidet Don Quijote wirklich an einer psychischen Krankheit oder macht er das alles bewusst um der Gesellschaft einen Spiegel des Wahnsinns der Realität vorzuhalten?