Buchtipp: Paranoia in Hollywood
In Los Angeles, Santa Monica und Pacific Palisades tümmeln sich schon Ende der 1930er Jahre die Stars und Sternchen der Filmwelt. Derweil flüchten Kunstschaffende aus Europa vor den Nazis. Schnell werden sie Teil der schillernden Hochburg, die die boomende Filmindustrie beherbergt und finden im paradiesischen Kalifornien ihre neue Heimat. Doch einige Jahre später wendet sich das Blatt. Nach Ende des 2. Weltkriegs sehen sich die Ausgewanderten plötzlich wachsender Skepsis und Argwohn gegenüber. Eben noch gefeiert als Nazi-Gegner werden nun ihre Mülltonnen vom Geheimdienst durchsucht. Das Land, das als Zuflucht diente wird langsam aber sicher zu einem Ort der Verfolgung und Repression.
Jan Jekal orientiert sich in seinem Buch „Paranoia in Hollywood“ an vielen bisher unveröffentlichten Dokumenten. Stimmungsvoll und fesselnd zeigt er, wie sich bekannte ausgewanderte Persönlichkeiten wie Thomas Mann, Marlene Dietrich, Fritz Lang und Berthold Brecht gegen die umschlagende autoritäre Stimmung wehren – oder an ihr verzweifeln.





