Buchtipp: „Insel der Ratten“ – Jo Nesbo
Das Ende der bekannten Zivilisation naht, eine Pandemie hat die Vereinigten Staaten in Chaos gestürzt und die Gewalt regiert. Während die Straßen von Banden und Clans beherrscht werden, hat sich ein elitäres Grüppchen Superreicher auf das Dach eines Wolkenkratzers gerettet. Ihre Hoffnung: ein Militärhubschrauber, landen soll er in zwanzig Minuten, der sie zu einem Flugzeugträger vor der Küste bringen soll, auf dem die Reichsten der Reichen dem Chaos ausharren wollen. Unter Ihnen sind auch Colin und Will, einst Jugendfreunde und später Geschäftspartner. Jedoch: Colins abtrünniger und rebellischer Sohn hat als Oberhaupt einer Straßengang Wills Tochter entführt und aus unerwiderter Liebe ermordet. Übrig bleiben Fragen, Rachegedanken und Spannungen zwischen den beiden ehemals Befreundeten. Mit jeder Minute wird unklarer, ob alle Geflüchtete ihre Arche erreichen werden…
Jo Nesbo, bekannt als Kriminalautor, hat mit „Insel der Ratten“ eine erschreckend nahe und gesellschaftskritische Dystopie außerhalb seines gewohnten Fachgebietes geschaffen, gleichermaßen ein Page-Turner und Stoff, der zum Nachdenken anregt.





